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Friendly Floatees – Badeenten auf Reisen

Spricht man gewöhnlich von einem „Heer“, tut sich einem kein gutes Szenario auf. Man hofft nur, dass die Sache wenigstens gut ausgehen wird. Handelt es sich bei dem Heer dagegen um eine gigantische Ansammlung von Badeenten, kommt Erleichterung auf. Wenn einzelne Wissenschaftler dann behaupten, dass ihnen die „friendly floatees“ unschätzbare Dienste geleistet hätten, dann macht sich allerdings Erstaunen breit. Was war geschehen?

Mit einer Schiffsladung fing alles an…
Als der ehemalige US-Präsident George Bush während eines Staatsbanketts in Asien einen Schwächeanfall erlitt, konnte er nicht ahnen, dass zwei Tage später ein chinesisches Frachtschiff ebenfalls ins Straucheln geraten würde. Zum Glück ging die Sache sowohl für den Präsidenten als auch die Schiffsbesatzung gut aus. Doch während des schweren Sturms, in den die „Tokio Express“ geriet, gingen mehrere Container über Bord. Diese waren eigentlich für den amerikanischen Markt und den Vertreiber „The First Years“ gedacht. Als ein Container barst, konnte das in ihm gefangene Spielzeug in Freiheit gelangen. Das Heer von gelben Badeenten wurde von einzelnen Reihen grüner Frösche, blauer Schildkröten und roter Biber flankiert. Die in etwa 29.000 Kunststoff-Tier starke Armada zog fortan friedfertig durch die Weltmeere. Nicht um Länder, sondern um die Herzen von Wissenschaftlern zu erobern.

Auf der Suche nach dem ultimativen Entenhausen
Die lange Reise begann mit der Containerhaverie am 10. Januar 1992 nahe der Datumsgrenze im Nordpazifik. Nachdem ca. 10 Monate später die ersten Badeenten in Alaska angespült wurden, rief dies den Ozeanforscher Curtis Ebbesmeyer auf den Plan. Dieser hatte ohnehin nach einem passenden Anwendungsgebiet für seinen Ocean Surface Current Simulator (OSCURS) gesucht. Dabei handelte es sich um eine ausgeklügelte Software, die am Computermodell die Ozeanströmungen anzeigen und berechnen sollte. Und tatsächlich, jedes Mal, wenn Ebbesmeyer die aktuellen Daten eines Fundes in sein System übertrug, schien sein Modell bestätigt. Dabei war die Reise der Badeenten und den anderen Tieren wirklich beeindruckend. Fast schien es so, als seien sie auf der Suche nach einer neuen Heimat. Die „friendly floatees“ beschlossen sich aufzuteilen. Etwa 19.000 trieben nach Süden und erreichten Hawaii, Indonesien und Südamerika. Der Rest hatte weniger Glück und war für mehrere Jahre im subarktischen Meereswirbel gefangen.

Die Odyssee der „friendly floatees“
Doch das Plastikspielzeug war sehr leicht und konnte sich mithilfe des Winds vom Wirbel befreien, nur um wenig später im arktischen Packeis einzufrieren. Damit war die Enten-Odyssee aber noch lange nicht beendet. Mit der Packeis-Drift erreichen sie im Jahr 2001 Grönland und Island, ein Teil verabschiedet sich in Richtung der schottischen Hebriden. Im Jahre 2003 erreicht ein Großteil die Gewässer Neuenglands und wird an Land gespült. Durch die vielen Strapazen ganz blass geworden, treibt es den Rest weiter, in Richtung Golfstrom-Express. Im August 2007 kommen dann die ersten Badeenten in der Grafschaft Devon, im Südwesten Englands, an. Doch der Riesenansturm der „friendly floatees“ blieb bislang aus. Kein Wunder, ist manche Flaschenpost doch über 30 Jahre in den Weltmeeren unterwegs, bis sie letztendlich angespült wird. Aber irgendwann ist die lange Reise auch für die letzte kleine Badeente beendet. Dann wird sie in England von der zwei Meter großen Skulptur „Mother Duck“ der niederländischen Künstlerin, Marga Houtman, empfangen. Ente gut – alles gut

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